Küchenstars

Die beliebteste Garmethode: Das Grillen.

Leckere Tipps für die fünfte Jahreszeit. Die Grill-Saison.

Es soll ja Leute geben, die hören während des Winters gar nicht auf zu Grillen. Alle anderen bereiten sich mental wie praktisch auf den Beginn der Grillsaison vor.

Grillen ist Lifestyle. Aber muss es gleich ein Smoker sein?

In den letzten Jahren ist aus Grillen viel mehr geworden. Es ist nicht bloss ein Nackensteak über Kohle und Grillwurst mit Kartoffelsalat. Es heisst jetzt Barbecue und manch ein Zeitgenosse betreibt mehr Aufwand damit als manch eine Konditorei mit ihren Torten. Der Trend, Fleisch über Stunden mit indirekter Hitze zu garen, schwappte aus den USA über den grossen Teich und findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Aber mal ehrlich, wer will denn acht oder zwölf Stunden auf sein Essen warten, wenn er Hunger hat? Ein solider Grill tut es auch.

Gute Kohle hat ihren Preis.

Bei der Wahl des Grills stellt sich die Frage nach Kosten, Nutzen und Verwendungszweck. Von einem Teppan-Gasgrill, über mobile Campinggrills bis zum grossen Smoker-Fass ist alles möglich und vieles Geschmackssache. Einen Tipp möchten wir Ihnen aber ans Herz legen: Sparen Sie nicht bei der Kohle. Gute Buchenholzkohle hat ein besseres Aroma und entwickelt eine bessere, konstantere Hitze. Ihr Grillgut wird es Ihnen danken.

Der Geschmack steckt im Grillgut. Und in der Marinade.

Wer eingeschweisste, vormarinierte Nackensteaks im Supermarkt kauft, sollte jetzt nicht mehr weiterlesen. Denn künstliches Glutamat und sonstige Lebensmittelchemie haben in einer guten Marinade nichts zu suchen. Und dabei ist Marinieren ja auch keine Raketenwissenschaft. Für gewöhnlich gilt es eine Balance aus den Geschmacksrichtungen salzig, süss, scharf und Umami herzustellen. Wenn Sie Sojasauce oder Teriyaki im Haus haben, ist das schon mal die halbe Miete.

Teriyaki-Marinade selber machen.

Der Klassiker der japanischen Grillküche lässt sich ganz einfach selber machen. Sie nehmen 1 EL Sake, 4 EL Sojasauce und 2 EL Zucker und kochen das kurz in einer Pfanne auf. Diese Grundrezeptur lässt sich den eigenen Vorlieben mit Sesam, Knoblauch, Ingwer oder anderen Gewürzen verfeinern. Und wenn Sie keinen Sake im Haus haben, probieren Sie doch mal einen Sherry als Ersatz. mit dieser Marinade das Fleisch vor und während des Grillens einpinseln. Besonders bei Lachs und Geflügel ein Genuss.

Kennen Sie Trockenmarinade?

Neben den klassischen Flüssigmarinaden, die man je nach Geschmack einige Stunden einziehen lässt, sind Trockenmarinaden, sogenannte „Rubs“, eine schnelle Alternative. Man kann Rubs aller Art bestellen. Besonders die Karibik ist bekannt dafür. Aber Sie können natürlich auch selber eine solche Mischung herstellen. Man nehme: 1 Tasse Rohzucker, 1/2 Tasse Paprikapulver, 4 EL Pfeffer, 6 EL Salz, 2TL Rosmarin, 2TL Thymian, 2 feingehackte Knoblauchzehen, 1 feingehackte Zwiebel, 2 TL Chiliflocken. Das Ganze in einem Mörser vermengen und kurz vor dem Grillen das Fleisch damit einreiben. So einfach.

Flüssigmarinade mit Rotwein und Senf.

Wer es etwas europäischer mag, kommt bei dieser Grundmarinade auf seine Kosten. 250ml eines kräftigen Rotweins bilden die Basis. Fügen Sie 5 EL Olivenöl, 4 EL Senf, 3 TL Essig, 2 TL Honig und einen guten Schuss Worcestersosse hinzu. Nun noch feingehackte Knoblauchzehen und Zwiebeln nach eigenem Gusto und gern frische Küchenkräuter aus dem Garten, je nach Saison und Laune. Wer es etwas schärfer mag, sollte noch mit etwas Pfeffer oder Chili arbeiten. Legen Sie das Grillgut zwischen 2 und 4 Stunden in die Marinade, bevor Sie es auf den Grill legen.

Erlaubt ist, was gefällt. Experimentieren Sie ruhig.

Wenn Sie noch mehr über Marinaden und den Umgang damit wissen wollen, haben wir noch einen weiterführenden Artikel für Sie. Experimentieren Sie so viel Sie wollen. Genuss ist schliesslich Vergnügen und keine Arbeit.