Lifestyle

Alle Jahre wieder…

Wie ist der Adventskalender entstanden?

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit sind sie plötzlich da: Adventskalender in unzähligen Varianten. Aber nur mit Schokoladenfüllung war gestern – heute findet man hinter den 24 Türchen von Whiskey über Beauty-Produkte bis hin zum Modellbausatz alles, was das Herz begehrt. Oder wie wäre es mit einem erotischen Adventskalender? Dabei fing alles ziemlich prüde an. Der Brauch begann während des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Die Grundidee: Eltern wollten ihren Kindern die noch verbleibende Zeit bis Weihnachten greifbar machen und die Besonderheit der Adventszeit hervorheben. So entstanden die Vorläufer der Adventskalender…

Der allererste Adventskalender – noch ohne Türchen

Striche, Stroh & Co.

Die Anfänge des Adventskalenders sahen so aus: 24 christliche Bilder wurden nach und nach an die Wand oder ans Fenster gehängt. Bei einer anderen Variante malten die Eltern 24 Kreidestriche an die Tür und die Kinder durften jeden Tag einen Strich wegwischen. Und in einigen katholischen Gegenden wurde jeden Tag ein Strohhalm in die Krippe für das Jesus-Kind gelegt. Ende des 19. Jahrhunderts kamen dann selbstgebastelte Weihnachtsuhren auf. Sie bestanden aus einer runden Scheibe mit 24 Unterteilungen, deren Zeiger jeden Tag einen Schritt weiter gestellt werden durfte. 1902 dann eine Premiere: Die erste gedruckte Weihnachtsuhr wurde von einer evangelischen Buchhandlung aus Hamburg veröffentlicht – die Vermarktung von Adventskalendern war geboren!

Wer hat’s erfunden?

Nur ein Jahr später, also 1903, entwickelte der Münchner Verleger Gerhard Lang einen eigenen Adventskalender. Dieser bestand aus einem Bogen Papier mit 24 weihnachtlichen Bildern zum Ausschneiden und einem weiteren Bogen, um die Bilder aufzukleben. Doch erst in den fünfziger Jahren kam die Schokolade in die Adventskalender, mittlerweile mit Türchen zum Öffnen. Schnell wurden die Kalender ein Massenartikel und immer beliebter, auch in Grossbritannien und den USA. Und in anderen Ländern? Unser Adventskalender ist eher ein Exot und in vielen Teilen der Welt völlig unbekannt, zum Beispiel in Asien, der Türkei oder in Russland. Dafür gibt es vor unserer Haustür umso mehr Adventskalender-Varianten zu entdecken…

Digitale Türchen öffnen

Wer es eine Nummer grösser oder spektakulärer mag, findet Gebäude, deren Fassade in überdimensionale Kalender verwandelt werden. Auch lebendige Adventskalender sind beliebt, wenn aus Fenstern Weihnachtslieder gesungen und weihnachtliche Geschichten erzählt werden. Wem das zu spiessig ist, findet online viele coole Adventskalender für jeden Geschmack. Zum Beispiel den Instagram-Adventskalender von Panasonic – hier warten viele kleine Überraschungen darauf, entdeckt zu werden und es gibt tolle Preise zu gewinnen. Welchen Adventskalender ihr auch wählt, wir wünschen euch allen eine schöne und fröhliche Adventszeit.