Lifestyle

Alle Jahre wieder

Warum feiern wir Advent?

Der Advent – ein echter Lichtblick in der dunklen Jahreszeit. Und das wortwörtlich: Kerzen und Lichterketten haben Hochkonjunktur, die Innenstädte und Schaufenster strahlen um die Wette und Weihnachtsmärkte schiessen wie Pilze aus dem Boden. Es duftet köstlich an allen Ecken und besinnliche Weihnachtsmusik tönt durch die Strassen. So werden auch besonders trübe Wintertage erträglich. Doch warum dieser lange Vorlauf bis zum Weihnachtsfest? Ist das alles wieder nur eine Erfindung der Neuzeit? Tatsächlich geht die Adventszeit, wie wir sie heute kennen, auf das 7. Jahrhundert zurück und hat natürlich mit der Geburt Jesu zu tun. Denn der Name «Advent» bedeutet «Ankunft» und leitet sich vom lateinischen «adventus» ab. Damals war die Adventszeit jedoch alles andere als kommerziell…

«Erfinder» der Adventszeit – Papst Gregor der Grosse

Aller guten Dinge sind vier

Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit, in der weder getanzt noch gefeiert werden durfte. Erst mit Papst Gregor änderte sich das. Er legte die vier Adventsonntage fest und begründete so die heutige Adventszeit. Doch warum vier Sonntage? Nach damaliger Auffassung mussten die Menschen nach dem Sündenfall im Paradies viertausend Jahre auf den Erlöser warten. Eine ganz schön lange Zeit. Darum wurden symbolisch vier Sonntage genommen. Heute lauern im Advent vor allem süsse Sünden wie Guetzli, Lebkuchen und Co. auf uns. Die Zeiten haben sich eben geändert, doch der Advent ist geblieben. Und in vielen Gegenden werden nach wie vor uralte Adventstraditionen gepflegt. Zum Beispiel bei uns in der Schweiz. Genauer gesagt im Tessin…

Island und Trolle – auch Weihnachten ein Thema

Vom 16. bis 24. Dezember lohnt sich ein Besuch im schönen Tessiner Dorf Morcote besonders. Dann versammeln sich die Einheimischen jeweils um 20 Uhr um den Glockenturm der Kirche Santa Maria del Sasso zur «Biciocada». Noch nie gehört? Klingt aber sehr schön, denn die Dorfbewohner läuten dann abwechselnd per Hand und Klöppel die Kirchenglocke. Ein völlig anderer Adventsbrauch dagegen wird in Island zelebriert. Dort ist der Glaube an Trolle weit verbreitet. Der Mythos: Eine Trollfrau namens Gryla hat 13 Söhne, die Weihnachtskerle. Diese dürfen nur einmal im Jahr ihre Troll-Höhle verlassen – und zwar ab dem 12. Dezember. Bis zum Heiligen Abend kann täglich immer nur ein Troll aus der Höhle heraus. Die Kinder stellen nun jeden Abend ihre Schuhe vor die Haustür und hoffen auf ein Geschenk vom jeweiligen Weihnachtskerl. Doch wer nicht artig war, bekommt vom Troll nur eine alte Kartoffel in den Schuh gelegt. Um die Trolle milde zu stimmen, sollen ein paar Süssigkeiten neben den Schuhen helfen.

Ein Advent der Rekorde

Die Begeisterung für die Adventszeit ist gross. Das zeigt sich auch an allerlei skurrilen Advents-Rekorden. Zum Beispiel verzeichnet das Guinness-Buch der Rekorde 502 Sänger aus Westport in den USA, die in der Vorweihnachtszeit von Haus zu Haus zogen, um Weihnachtslieder zu singen. Wie gross das Gedränge in den Vorgärten war, ist leider nicht überliefert. Oder der kostbarste Adventskranz der Welt: Er wurde von einem finnischen Designer angefertigt. Neben Tannenästen und Beerenzweigen verzierte er den Kranz mit 16 Rubinen und 32 Diamanten im Wert von fast 3 Millionen englischen Pfund. Nicht ganz so teuer, aber sicher auch kostspielig ist die grösste private Weihnachtsdekoration eines privaten Anwesens. Eine Familie aus dem australischen Canberra schmückt ihr Haus jedes Jahr mit mehr als einer halben Million Lichter – ein echtes Highlight in der Adventszeit.

Zeit zum Geniessen

Bei aller Besinnlichkeit – die Adventszeit kann ganz schön stressig werden. Denn die Suche nach dem perfekten Geschenk, überfüllte Geschäfte und Last-Christmas-Dauerberieselung können schon mal an den Nerven zehren. Umso wichtiger also, sich auch mal zu verwöhnen. Vielleicht mit einem feinen Christstollen. Am besten natürlich selbst gemacht. Das geht übrigens ganz leicht, zum Beispiel mit den Brotbackautomaten von Panasonic. Diese können nämlich noch viel mehr als «nur» Brot backen. Wie wäre es mit Pizzateig, Marmelade oder Kuchen? So wird die Adventszeit garantiert ein abwechslungsreicher Genuss. In diesem Sinne: Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit und tolle Festtage!

Sorgt garantiert für Backspass