Lifestyle

Im Auge des Betrachters.

Wie unser Sehorgan die Kameratechnik inspirierte.

Würden wir die Funktionsweise unserer Augen nicht verstehen, würde es wahrscheinlich keine modernen Fotokameras geben. Denn Kameras haben sich von unseren Augen einiges «abgeschaut». Zum Beispiel können wir die Pupille mit der Blende einer Fotokamera vergleichen – vereinfacht gesagt, passen sich beide durch Weiten oder Verkleinern an unterschiedliche Lichtverhältnisse an. Oder die Linse im Auge – sie ist vergleichbar mit dem Linsensystem in der Fotokamera. Während das Auge die Scharfstellung von Objekten über Muskeln regelt, werden Kameralinsen vor- und zurückgeschoben, um die gewünschte Schärfe zu erreichen. Doch Mensch und Technik können auch verschmelzen, wie das nächste Beispiel zeigt…

Ich sehe was, was du nicht siehst…

Gestatten: Eyeborg

Rob Spence ist Filmemacher und der einzige Mensch auf dem Planeten, der statt eines Glasauges eine winzige Kamera in der Augenhöhle trägt – und diese leuchtet auch noch rot! Der Terminator lässt grüssen. Doch warum? Spence verlor als Neunjähriger durch einen Unfall sein rechtes Augenlicht und war mit den normalen Augenprothesen unzufrieden. Darum entwickelte er zusammen mit Ingenieuren die erste Augenkameraprothese der Welt. Mit der Kamera kann Spence zwar nicht sehen, weil sie nicht mit dem Sehnerv verbunden ist, aber seine Umgebung filmen – perfekt also für einen Filmemacher. Rob Spence ist wirklich ein Paradiesvogel, doch was echte Tiere in puncto Sehen drauf haben, ist mindestens genauso erstaunlich.

Rob Spence – ein echter Eyeborg

Echte Seh-Superkräfte

Die sprichwörtlichen «Adleraugen» kommen nicht von ungefähr. Greifvögel können eine Maus aus Höhen von über drei Kilometern erkennen! Möglich macht dies ihre Netzhaut, sie ist etwa drei bis vier Mal grösser als beim Menschen. Zudem besitzen Greifvögel mehr Sehzellen als wir – diese ermöglichen ein achtfach höheres Auflösungsvermögen im Vergleich zu unserer Sehkraft. Oder Stubentiger: Katzen haben im Augenhintergrund eine reflektierende Schicht, die wie ein Nachtsichtgerät funktioniert und das Restlicht verstärkt – so können sie auch im Dunkeln gut sehen. Diese und andere «Seh-Superkräfte» haben sicher auch die Kameratechnik inspiriert und zu immer besseren Modellen geführt.

Die Welt mit anderen Augen sehen

Wer heute die Vorzüge der modernen Kameratechnik nutzen möchte, kann aus dem Vollen schöpfen und die Welt nach seinen Vorstellungen abbilden. Atemberaubende Fotos für Hobby, Beruf oder Freizeit sind jederzeit möglich – zum Beispiel mit der LUMIX G9M, eine Kamera, die alles mitmacht. Doch das Thema «Sehen» beschäftigt nicht nur die Technik, sondern geht uns alle etwas an. Darum findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag im Oktober der «Welttag des Sehens» statt, der auf die Bedeutung des Sehvermögens und die Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam macht. Denn: Ein lebenslang funktionierender Sehsinn ist alles andere als selbstverständlich – danken wir also auch mal unseren Augen.