Lifestyle

Wer hat an der Uhr gedreht?

Eine kleine Geschichte über die Zeitumstellung.

Zweimal im Jahr ticken wir nicht mehr richtig – dann müssen die Uhren umgestellt werden. Entweder auf Sommer- oder Winterzeit. Im März kommt die Sommerzeit. Das heisst: Alle Uhren werden eine Stunde vorgestellt. Wer sich das nicht merken kann, hier ein Tipp: Im Sommer fährt das Cabrio nach vorne aus der Garage heraus. Die Uhr wird also vorgestellt. Und im Winter fährt das Cabrio wieder in die Garage zurück, also wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Selbst wer kein Auto besitzt, kann sich diese Eselsbrücke gut merken. Doch warum wird überhaupt an der Zeit gedreht? Und war das schon immer so? Tatsächlich stammt die Idee von Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der USA…

Hatte Zeit für Ideen: Benjamin Franklin

Ach du liebe Zeit!

1784 schrieb Franklin einen Brief über «die Kosten des Lichts». In diesem Schriftstück kritisierte er den hohen Verbrauch an Kerzen und hatte auch gleich eine Lösung parat: Die Menschen sollten bei Sonnenaufgang geweckt werden, um das Sonnenlicht besser auszunutzen. Erst viel später etablierte sich die Sommerzeit in Europa. Und zwar während des Ersten Weltkrieges. Weil Kohleknappheit herrschte, sollte Energie gespart werden. Die Tage mussten also «länger» werden. Darum führten 1916 alle unsere Nachbarstaaten die Sommerzeit ein. Und die Schweiz? Erst 1941 und 1942 wurde bei uns die Zeitumstellung ausprobiert – und 1943 wieder abgeschafft. Der Nutzen war zu gering.

Nach den beiden Weltkriegen wurde die Sommerzeit in Europa fast überall wieder ausser Kraft gesetzt. Erst 1980 einigten sich die heutigen EU-Staaten, die Sommerzeit wieder einzuführen. Nur die Schweiz machte da nicht mit. Das hatte kuriose Folgen: Zwischen 1980 bis 1981 war die Schweiz für 6 Monate eine Zeitinsel – es war also eine Stunde früher als in den Nachbarländern. 1981 wurde dann schliesslich auch bei uns die Sommerzeit eingeführt. Mit ungeahnten Folgen für unsere Gesundheit…

Achtung, Mini-Jetlag!

Tatsächlich warnen viele Mediziner vor den Auswirkungen der Zeitumstellung. Denn der Dreh an der Uhr löst einen Mini-Jetlag aus und kann Beschwerden verursachen, zum Beispiel Schlaf- oder Konzentrationsstörungen. Der Grund ist unsere innere biologische Uhr. Sie wird durch die Zeitumstellung durcheinandergebracht. Doch es gibt Tricks: Einfach ein paar Tage vor der Umstellung früher ins Bett gehen und das Abendessen eine halbe Stunde eher einplanen. Oder noch besser: Die Zeitumstellung ganz abschaffen! Eine grosse Mehrheit ist dafür. Darum hat Europa reagiert und will 2021 zum letzten Mal an der Uhr drehen. Rechtskräftig entschieden ist aber noch nichts. Es bleibt also spannend…

Alle Zeit der Welt

Gibt es eigentlich Länder auf der Welt, die ohne Zeitumstellung auskommen? Sogar eine ganze Menge: Island lässt seit 1969 die Finger von der Uhr und auch ein Grossteil Asiens verzichtet auf die Zeitumstellung. Auch die meisten afrikanischen Länder brauchen sich nicht um das Uhrenverstellen zu kümmern. Es geht also auch ohne. Sollte bei uns tatsächlich die Zeitumstellung abgeschafft werden, heisst die spannende Frage: ewige Winter- oder Sommerzeit? Denn das kann jedes Land selbst bestimmen. Wahrscheinlich wird sich Europa aber gegenseitig abstimmen. Übrigens: Eine Winterzeit gibt es eigentlich gar nicht. Sie heisst einfach Normalzeit. Klingt ja auch sympathischer.

Zeit für Genuss

Dieses Jahr kommen wir nicht um die Zeitumstellung herum. Darum werden am 29. März um 2:00 Uhr nachts alle Uhren eine Stunde vorgestellt. Wer auch mit einer Stunde weniger Schlaf gut in den Tag starten möchte, sollte sich ein feines Frühstück gönnen. Zum Beispiel mit den Brotbackautomaten von Panasonic. Sie zaubern per Knopfdruck frisches Brot mit einer unglaublich köstlichen Kruste auf jeden Frühstückstisch. Aber auch Pizza, Marmelade und Kuchen können ganz einfach zubereitet werden – der kulinarischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So wird der Mini-Jetlag doch noch zu einem Genuss. In diesem Sinne: Wir wünschen euch einen entspannten Start in die Sommerzeit.

Selbstgemachtes Brot wie frisch vom Bäcker