Technik

TV-Empfang: Kabel, Satellit, DVB-T oder IPTV?

Welche Vor- und Nachteile bieten die unterschiedlichen Empfangsmöglichkeiten?

Früher kam das Fernsehprogramm in der Regel über die Hausantenne, Satellitenempfang war eher die Ausnahme. Heute gibt es eine Vielzahl von Alternativen. Kabel, Satellit, DVBT und IPTV stehen zur Verfügung. Worin liegen die genauen Unterschiede beim TV-Empfang? Welche Quellen sind für welche Bedürfnisse am geeignetsten?

TV-Empfang per Kabel-Anschluss.

Der Empfang über den Kabel-Anschluss (DVB-C) ist die beliebteste Empfangsquelle in Deutschland. Knapp 50 Prozent der deutschen Haushalte beziehen ihr TV-Programm über den Kabel Anschluss. Die grössten Kabelanbieter in Deutschland sind derzeit Kabel Deutschland, die Unity Media (in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen) sowie Kabel BW (im Bundesland Baden-Württemberg).

Bevor Sie mit dem Gedanken spielen, sich für TV via Kabel zu entscheiden, sollten Sie in Erfahrung bringen, ob es an Ihrer Adresse einen Kabelanschluss gibt. Nicht in allen Orten und Regionen ist Kabel-TV verfügbar und nicht jedes Haus ist mit entsprechenden Dosen ausgerüstet.
Öffentlich-Rechtliche unverschlüsselt in HD empfangbar.

Die Vielfalt der Programme bewegt sich beim Kabel-Anschluss im Mittelfeld. Der Satellitenempfang hat deutlich mehr Sender zu bieten. Je nach Vertrag sind auch viele Kanäle in HD-Qualität verfügbar. Die öffentlich-rechtlichen Sender stellen ihre HD-Programme unverschlüsselt zur Verfügung. Die HD-Angebote der privaten Sender hingegen (RTL, ProSieben etc.) werden nur verschlüsselt übertragen. Für ein paar Franken, zusätzlich zur Basisgebühr, bekommen Sie einen TV-Receiver oder eine Schlüsselkarte, um die HD-Programme der privaten Sender sehen zu können.

Ein Vorteil ist. dass Kabelempfang im Vergleich zum Satelliten-Empfang weniger störungsanfällig ist. Auch bei Unwetter ist der TV-Empfang in der Regel uneingeschränkt möglich. Auch ist die Kabel-Infrastruktur wartungsarm und Instandhaltungskosten liegen praktisch bei null.

  • Vorteile: Grosses Senderangebot. Wachsendes HD-Angebot. Kaum störungsanfällig. Sehr niedrige Wartungs- und Instandhaltungskosten.
  • Nachteile: Monatliche Gebühr. Nicht überall verfügbar. Kleinere Senderauswahl als Satellit.

TV-Empfang per Satellit.

TV über Satellitenantenne (auch als DVB-S bezeichnet) liegt in der Verbreitung, in Deutschland, nur knapp hinter Kabel-TV. Bei Installation und Anschaffung ist Satellit die aufwendigste Empfangsquelle. So benötigen Sie neben mindestens eine Satellitenschüssel, -Antenne und die dazugehörigen Kabel. In den meisten modernen Fernseher, wie dem TX-65DXC904 ist bereits ein integrierter Sat-Tuner vorhanden. Ansonsten muss ein Receiver angeschafft werden. Die Anschaffungskosten können sich zwischen CHF 300 und CHF 800 bewegen. Diese Gerätschaften müssen dann entsprechend aufgebaut und ausgerichtet werden, um einen einwandfreien Empfang zu gewährleisten.

Starker Regen, Schnee und Unwetter führen zu Empfangsstörungen. Zudem kann der Empfang durch Bäume und andere Hindernisse beeinträchtigt werden.
Der grosse Vorteil: Keine Nutzungsgebühren.

Grosser Vorteil des Sat-Empfangs: Weitere Nutzungsgebühren fallen nicht an. Satellitenfernsehen wird daher oftmals als die „kostenlose“ Empfangsart gelobt, was aber so nicht ganz richtig ist. Dadurch das die Geräte der Witterung ausgesetzt sind, kann es zu Wartungskosten und Defekten kommen. Auch müssen Pay-TV Sender wie Sky oder die HD-Programme der privaten Sender genau wie beim Kabel-Empfang extra abonniert werden. Der Empfang über Satellit bietet die grösste Sendervielfalt. Neben nationalen TV-Kanälen stehen auch viele internationale Sender zur Verfügung. Wer Zusatzprogramme wie beispielsweise Sky oder die privaten HD-Programme entschlüsselt sehen will, muss entsprechende Gebühren zahlen. Da moderne TV-Geräte einen Sat-Receiver an Bord haben, muss die HD-Plus-Karte für die Freischaltung der privaten HD-Sender beispielsweise nur in den Fernseher eingeschoben werden.

  • Vorteile: Sehr grosses (auch internationales) Senderangebot. Viele HD-Angebote. Keine Nutzungsgebühren.
  • Nachteile: Installation in Mietwohnungen teilweise untersagt. Störungen bei Unwettern möglich. Ggf. Wartungskosten.

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TV-Empfang per IPTV (Internetfernsehen).

Die neuste Empfangsmöglichkeit bietet das so genannte Internet Protocol Television, kurz IPTV. Die Technik ist noch nicht sehr verbreitet und versorgt in Deutschland bislang nur ca. 1 Prozent aller Haushalte. Als Anbieter stehen bislang die Deutsche Telekom (mit dem Produkt Telekom Entertain) und Vodafone (mit dem Produkt Vodafone TV) zur Auswahl. Um IPTV sinnvoll nutzen zu können wird ein schneller Breitband DSL-Anschluss benötigt. Für HD-Programme mindestens 25 Mbit. Zusätzlich ist eine Set Top Box (Empfangsbox) nötig, die das TV-Signal aus dem Internet zum Fernseher weiterleitet. Diese können für etwa CHF 10 pro Monat gemietet oder direkt gekauft werden (ca. CHF 300). Das Senderangebot bewegt sich oberhalb vom Kabel, aber unterhalb von Satellit.

Der Vorteil: IPTV lässt sich neben dem Fernseher, auch auf dem Smartphone oder Tablets problemlos empfangen. Ausserdem bietet IPTV Möglichkeiten für Video-on-Demand, so dass Sendungen oder Filme exakt zu einem gewünschten Zeitpunkt angeschaut werden können. Darüber hinaus stehen weitere Features, wie beispielsweise Live-Statistiken bei Sportübertragungen zur Verfügung.

  • Vorteile: Sehr grosses Senderangebot. Interaktive Funktionen. Video-On-Demand.
  • Nachteile: Benötigt hohe Bandbreite und stabile Leitung. Monatliche Nutzungsgebühren.

TV-Empfang per Digitales Antennenfernsehen (DVB-T).

DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial), nimmt in Deutschland als Empfangsart eine klare Aussenseiterposition ein. Nur rund 1,8 Millionen Haushalte werden via DVB-T Fernsehen versorgt. Ähnlich wie beim Sat-TV wird auch DVB-T als vermeintliches kostenloses Fernsehen angepriesen. Im Falle von DVBT trifft dies am ehesten zu, denn alles was man braucht, ist ein entsprechender DVB-T Receiver. Die gibt es im Handel bereits für ab CHF 30. Moderne TV-Geräte besitzen zudem einen integrierten Tuner. Zusätzliche Nutzungsgebühren fallen nicht an.

Nachteile von DVB-T sind die geringe Programmvielfalt und die fehlenden HD-Programme. In manchen Regionen Deutschlands lassen sich nur öffentlich-rechtliche Sender empfangen. Privatsender wie RTL, Pro Sieben und Co. gibt es nur in Ballungsgebieten über DVBT. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, im Gegenteil. Bereits 2013 hat die RTL-Gruppe ihren Rückzug vom DVB-T angekündigt. Bis 2017 soll der digitale Fernsehempfang über Antenne zugunsten des Nachfolgestandards DVB-T2 gekappt werden. Mit DVB-T2 wird es endlich auch über diesen Kanal HDTV geben. ARD und ZDF planen 2017 den Umstieg. Die RTL sowie ProSiebenSat.1-Gruppe wollen später folgen. Fraglich ist, ob der HD-Empfang der Privaten über DVBT kostenlos angeboten wird.

  • Vorteile: Geringe Anschaffungskosten. Keine Nutzungsgebühren. Keine Wartungskosten.
  • Nachteile: Sehr geringe Senderauswahl. Bisher kein HD.

Die Hauptsache: Ein tolles TV-Erlebnis

Egal für welche Empfangsart Sie sich schlussendlich entscheiden, Panasonic Fernseher sind dank Quattro Tuner für alles gerüstet. Sie benötigen keine zusätzliche Set-Top-Box. Bei Modellen mit Twin-Konzept, wie dem VIERA TX-65DXW904, stehen Ihnen bei DVB-S/-C/-T sogar zwei Tuner zur Verfügung. Das heisst konkret: Ein Programm sehen und gleichzeitig ein anderes aufnehmen. Oder ein Programm schauen und ein anderes auf ein Tablet streamen.